Der deutsche Prof. Erwin Bätz, der von 1876 - 1893 an der Tokioer Universität lehrte, entdeckte in der Provinzhauptstadt Tshiba den alten Lehrer Totsuka, der einige Polizisten in Ju-Jutsu unterwies. Bätz war von dieser Kunst als Körperertüchtigung begeistert und regte seine Studenten an, sich damit zu befassen. Einer seiner Schüler war der junge japanische Gelehrte Jigoro Kano.

Kano studierte an drei verschiedenen Ju-Jutsu-Schulen und nannte das von ihm entwickelte System "Kodokan-Judo". 1906 gründete Erich Rahn in Berlin die erste Jiu-Jitsu Schule. Er unterichtete Polizei und Militär. Am 10.10. 1922 gründete Alfred Rhode den ersten deutschen Jiu-Jitsu Club in Frankfurt/M. 1929 fand der erste internationale Wettkampf gegen Budokwai London statt. Vom 7.8-12.8. 1932 fand die erste internationale Judo-Sommerschule in Frankfurt/M statt (sog. Geburtsstunde des Judo in Deutschland). 11.8. 1932 Gründung des Dt. Judorings und der Europäischen Judo Union. 1945-1948 wird Judo von den Allierten verboten. 1948-1956 Aufbauarbeit aus kleinsten Gruppen. 20.9. 1952 Gründung des Deutschen Dan Kollegiums in Stuttgart. 8.8. 1953 Gründung des Deutschen Judo Bundes in Hamburg. 1956 Aufnahme des Deutschen Judo Bundes in den Deutschen Sport Bund. 1964 werden in Tokio erstmals Judokämpfe bei der Olympiade ausgetragen. 1969 Einführung der Judo Bundesliga. 1970 wird das Verbot für Frauenwettkämpfe aufgehoben und die erste deutsche Damen-Judo- Meisterschaft ausgetragen. 1972 wird Judo in einige Lehrpläne für den Schulsport aufgenommen. Seit 1992 ist Frauenjudo olympisch.